KLIMAWANDEL – KLIMASCHUTZ

Hallo, du Klimachecker!


Hast du draußen schon die ersten Schneeglöckchen entdeckt? Spitzen schon Krokusse aus dem Boden? Fliegt schon der gelbe Blütenstaub am Haselnuss-Strauch?

Die Naturforscher stellen fest: Bei uns blühen viele Pflanzen inzwischen bis zu zehn Tage früher als noch zu Kinderzeiten deiner Eltern. Frösche und Kröten werden drei Wochen früher aktiv und wandern zu ihrem Laichtümpel. Zitronenfalter und Marienkäfer erwachen früher aus ihrer Winterstarre. Und unsere Zugvögel kommen eher aus ihrem Winterlager zurück.

Doch woran liegt das?

 

Immer früher Frühling, immer später Herbst!


Der Klimawandel steckt dahinter! Bei uns auf der Erde wird es immer wärmer. Das bringt den Terminplan der Natur durcheinander. Die Winterpause der Natur wird immer kürzer!

 

Verwirrung in der Natur


Aber ist das für die Tiere und Pflanzen nicht wunderbar: Frühling früher, Herbst später?

Leider ist das nicht für alle Arten ein Vorteil. Bei manchen gerät das Leben aus dem Takt.

Wenn eine Pflanze zum Beispiel früher blüht, wird sie vielleicht nicht mehr bestäubt, weil ihre Bestäuber (Bienen, Hummeln und andere Insekten) noch gar nicht unterwegs sind. Oder auch umgekehrt: Die Bestäuber fliegen schon aktiv herum, müssen aber verhungern, weil ihre Futterpflanze noch gar nicht blüht.

Kommt der Kuckuck als Zugvogel zu spät aus seinem Winterquartier, hat er Probleme, freie Nester für seine Eier zu finden.

Manche Tiere und Pflanzen bringt der Klimawandel also ganz schön in die Probleme!

 

Wer Wärme mag, ist Gewinner


Steigende Temperaturen, mildere Winter, wärmere Sommer – darüber freuen sich manche Tiere und Pflanzen, die aus südlichen Ländern zu uns gekommen sind.

Zum Beispiel Vögel wie der regenbogenfarbene Bienenfresser oder der Wiedehopf mit seiner kessen Haube. Sie fühlen sich statt am Mittelmeer und in Afrika nun auch bei uns wohl.

Oder Insektenjäger aus dem Süden wie Gottesanbeterin, Feuerlibelle, die Wespenspinne oder der giftige Dornfinger.

Gewinner des Klimawandels sind auch Pflanzen aus dem warmen Süden: Arten wie die Edelkastanie, die Stechpalme oder die Bienenragwurz, eine Orchidee, breiten sich bei uns immer mehr aus.

 

Verlierer vermissen Kälte


Wer Wärme nicht mag, hat dagegen Pech. Viele Bewohner des Hochgebirges sind ja an Schnee und Kälte angepasst.

Dem Schneehuhn machen höhere Temperaturen zu schaffen. Es muss immer höher die Berge hinauf, um passende Lebensbedingungen zu finden. Mit seinem weißen Wintergefieder braucht es Schnee, um gut getarnt zu sein. Wenn es immer weniger schneit, wird es auf dem braunen Boden für Feinde aus der Luft eine leichte Beute.

Auch kälteliebende Pflanzen wie Edelweiß oder Roter Steinbrech zählen zu den Verlierern. Ob sie überleben werden, wenn das Klima noch wärmer wird?

 

Dein eigenes Klimatagebuch: Spür den Frühling auf!

 

Wann und wo entdeckst du die ersten Blüten nach dem Winter? Leg dir dazu dein eigenes Klimatagebuch für den Frühling an! Notiere dir, wann und wo du die ersten typischen Blüten aufspürst, die dir den Frühling anzeigen!

Nimm als Ausrüstung mit:

  • Zettel
  • Stift
  • Bestimmungsbuch für Pflanzen
  • Digital-Kamera (Smartphone)
  • Thermometer

Mach ein paar Beweisfotos und miss mit dem Thermometer, wie viel Grad es hat!

Wenn du alles in die Liste einträgst, weißt du, welche Jahreszeit wir gerade haben: Denn die Wetterkundler kennen nicht nur einen Frühling, sondern gleich drei!

„Vorfrühling“ sagen sie, wenn die Schneeglöckchen zu blühen beginnen.

Die ersten Osterglocken sind dann das Zeichen für den „Erstfrühling“.

Und der „Vollfrühling“ ist da, wenn die Apfelbäume blühen.

Die Frühlingsblüher verraten es dir! Diese Blüh-Termine können je nach Jahr, Ort und Witterung mal früher, mal später sein.

Vergleiche im nächsten Jahr deine Beobachtungen! Mit einer Digitalkamera kannst du tolle Beweis-Fotos für dein Klimatagebuch schießen!

Das ist eine Möglichkeit, etwas für den Klimaschutz zu tun.

Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Wo bist du ein Klimaschützer?

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